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| Gewichtheben |
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Kraft, Technik und Schnellkraft sind die Grundlagen der olympischen Sportart Gewichtheben. Ihr Grundprinzip besteht darin, eine mit Hantelscheiben bestückte Langhantel zur Hochstrecke zu bringen. Der im Wettkampf praktizierte Olympische Zweikampf besteht aus den Einzeldisziplinen Reißen und Stoßen. |
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Reißen
In dieser Teildisziplin muss das Gewicht ohne Pause in einem Zug in die Höhe gebracht werden. Zuerst befördert der Athlet dabei die Last in der Hocke über den Kopf, dann streckt er den Körper. Das Reißen erfordert eine weitere Griffbreite als das Stoßen und ist technisch anspruchsvoller.
Hier zeigt Euch unser Heber Marco D'Alessio den Ablauf des Reißens:
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Stoßen
Das Stoßen besteht aus zwei Bewegungsabläufen. Zuerst wird die Last in einem Zug auf die Brust gehoben, was man auch Umsetzen nennt. Dann muss sie von der Brust entweder in den Stand oder mit einem Ausfallschritt in die Höhe gestoßen werden.
Hier zeigt Euch unser Heber Tobias Herbst den Ablauf des Stoßens:
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| Die Last muss jeweils mindestens zwei Sekunden fixiert werden. Bei beiden Disziplinen gilt das Prinzip, dass die Arme gestreckt bleiben müssen. Es darf nicht nachgedrückt werden. Erst absolvieren alle Wettbewerber das Reißen, dann das Stoßen. Die Summe beider Teilergebnisse ergibt die Zweikampfleistung. |
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Gewichtsklassen
Die Wertung der Wettkampfergebnisse erfolgt - außer bei Wettbewerben mit einer speziellen Relativpunktwertung (z.B. Bundesliga) - in Gewichtsklassen. Seit dem 1. Januar 1998 sind international acht Kategorien für Männer und sieben für Frauen mit folgendem Körpergewichtslimit festgelegt:
- Männer: 56 kg, 62 kg, 69 kg, 77 kg, 85 kg, 94 kg, 105 kg, +105 kg;
- Frauen: 48 kg, 53 kg, 58 kg, 63 kg, 69 kg, 75 kg, +75 kg.
Im Nachwuchsbereich unter 18 Jahren sind die Kategorien modifiziert. |
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| In der Regel (so bei nationalen und internationalen Meisterschaften) werden jeweils Platzierungen für Reißen, Stoßen und Zweikampf festgelegt. Nur bei Olympischen Spielen gilt allein das Ergebnis im Olympischen Zweikampf. Grundsätzlich ist das erzielte Ergebnis für die Platzierung entscheidend. Bei gleicher Last zweier oder mehrer Athleten entscheidet das geringere Körpergewicht über die bessere Platzierung. Sind Leistung und Körpergewicht gleich, so gilt: Wer die Leistung zuerst erzielte, erreicht die bessere Platzierung. |
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Altersklassen
Die Einteilung der Altersklassen ist wie folgt geregelt:
- Senioren (international: Masters): über 35 Jahre
- Aktive (international: Seniors) ab 21 Jahre
- Junioren (international: Juniors) 19 und 20 Jahre
- Jugend 15 bis 18 Jahre
- Schüler 14 Jahre und jünger.
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Wettkampfverlauf
Das Wiegen der Athleten erfolgt zwei Stunden vor Wettkampfbeginn. Dabei muss der Wettkämpfer seine Anfangslasten für die beiden Disziplinen benennen.
Die Steigerung zwischen den einzelnen Versuchen muss mindestens 1 kg betragen und kann jeweils nur mit einem Mehrfachen von 1 kg (z.B. 1 kg, 2 kg, 3 kg) erfolgen. Die Start-Reihenfolge ist von der ausgelosten Startnummer, der geforderten Last und der Zahl des Versuches abhängig.
Jeder Athlet hat im Wettkampf drei Versuche im Reißen und drei Versuche im Stoßen.
Vom Aufruf durch den Sprecher bis zum Abheben der Last ist eine Minute Zeit vorhanden. Müssen zwei Versuche durch einen Wettkämpfer hintereinander absolviert werden, beträgt das Zeitlimit zwei Minuten. Sind die drei Versuche einer Teildisziplin ungültig, so fällt der jeweilige Athlet aus der Wertung in dieser Disziplin und erzielt keine Zweikampfwertung. Der Kampfrichter gibt das Zeichen der Gültigkeit des Versuches, zur Beendigung des Versuches, und zum Absetzen der Last. |
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